Archivierung von Diapositiv- / Negativfilmen und Glasplatten

Von der einfachen Pergamin oder Polyethylen-Hülle über hochwertige Polyesterhüllen bis hin zu Taschen aus hochreinem Archivpapier. Als Einzeltasche, Ordnerblatt, Klappumschlag oder Leporello. Jedes Material und jede Ausführung hat seine besonderen Eigenschaften und Vorteile. Transparente Kunststoffe haben den großen Vorteil, dass die darin gelagerten Filme auf einem Leuchttisch gesichtet werden können ohne das man die Originale entnehmen muss. Vorausgesetzt man nutzt einen drei weichmacher- und säurefreien Kunststoffen, die sich in den Sammlungen und Museen etabliert haben: Polyesterfolien (früher Mylar - D®, heute in der Regel nur noch Melinex - O®) sind die stabilsten, unempfindlichsten und gleichzeitig klarsten Kunststoffe. Sie gelten unbestritten als die beste Wahl bei Klarsicht - Archivfolien, vor allem für Präsentationszwecke. Sie sind völlig undurchlässig für die meisten Öle, Fette und Lösungsmittel und unerreicht dimensionsstabil. Polyesterfolien können sich jedoch statisch aufladen und Staub anziehen und sind zudem teurer als andere Klarsichtfolien. Polypropylen ist nicht ganz so zäh, stabil und undurchlässig wie Polyester, aber auch sehr transparent und fest. PP ist in reiner Form sehr gut für Hüllen geeignet und bildet einen hervorragenden Kompromiss, wenn das Budget nicht für Polyester ausreicht. Außerdem sind hiervon auch besonders dicke Ausführungen erhältlich. Polyethylen ist der weichste und flexibelste der drei Kunststoffe. Er ist weniger klar und stabil und wird vor allem für einfache Tüten und Taschen eingesetzt. PE ist am preisgünstigsten, was es in erster Linie für die archivsichere Verpackung großer Bestände prädestiniert.
Doch nicht nur das Material, auch die Form entscheidet über die richtige Anwendung. Unsere Pergaminhüllen aus Zellulose sind wie die Kunststoffhüllen nach ISO 18916 PAT-zertifiziert und damit für die eingelegten Orginale unschädlich und alterungsbeständig, jedoch hat es bei Wasserschäden den Nachteil des Verklebens mit der Film-/Fotoschicht. Immer da, wo Kunststoff-Ablageblätter – obwohl P.A.T.-zertifiziert – aufgrund klimatischer Bedingungen nicht für eine Archivierung von Negativen in Frage kommen, sind Papier-Ablageblätter die beste Wahl. Opakes Papier hat in manchen Fällen einen Nachteil, weil es undurchsichtig ist. Es besitzt aber gegenüber Kunststoffen den eindeutig besseren klimatischen Puffer, der z. B. Feuchtigkeitsschwankungen ausgleichen kann und auch noch für eventuell ausdünstende Restchemikalien der aufbewahrten Filme durchlässig ist. Muss nicht ständig auf die Negative zugegriffen werden und/oder hat man Kontaktabzüge als Referenz zu den eingelegten Originalen, dürfte die sicherste Wahl des geeigneten Archivmaterials hochreines, lignin- und säurefreies, P.A.T.-zertifiziertes und alkalisch nicht gepuffertes Alphazellulosepapier sein, wie wir es speziell für unsere Papier-Ablageblätter herstellen lassen. Sie haben die Qual der Wahl.

Nitratfilme  
Für die vor dem Zweiten Weltkrieg weit verbreiteten und danach bis in die späten Vierziger noch vereinzelt genutzten, leicht entflammbaren Nitratfilme raten wir von Kunststoffhüllen auf Grund der drohenden Selbstzersetzung des Materials ab. Alternativ empfehlen wir unsere Papierhüllen. Bei schmaleren Budgets auch Pergaminhüllen, die allerdings auch eine größere – in diesem Fall schädliche – Barrierewirkung als Papier aufweisen. Auf jeden Fall sollten Nitratfilme von den übrigen Filmbeständen getrennt gelagert werden. Sehr hilfreich sind hier auch die Kodak-Molekularsiebe (Nr. 2194). Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter unter: info@monochrom.com.

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Archivierung von Diapositiv- / Negativfilmen und Glasplatten

Von der einfachen Pergamin oder Polyethylen-Hülle über hochwertige Polyesterhüllen bis hin zu Taschen aus hochreinem Archivpapier. Als Einzeltasche, Ordnerblatt, Klappumschlag oder Leporello. Jedes Material und jede Ausführung hat seine besonderen Eigenschaften und Vorteile. Transparente Kunststoffe haben den großen Vorteil, dass die darin gelagerten Filme auf einem Leuchttisch gesichtet werden können ohne das man die Originale entnehmen muss. Vorausgesetzt man nutzt einen drei weichmacher- und säurefreien Kunststoffen, die sich in den Sammlungen und Museen etabliert haben: Polyesterfolien (früher Mylar - D®, heute in der Regel nur noch Melinex - O®) sind die stabilsten, unempfindlichsten und gleichzeitig klarsten Kunststoffe. Sie gelten unbestritten als die beste Wahl bei Klarsicht - Archivfolien, vor allem für Präsentationszwecke. Sie sind völlig undurchlässig für die meisten Öle, Fette und Lösungsmittel und unerreicht dimensionsstabil. Polyesterfolien können sich jedoch statisch aufladen und Staub anziehen und sind zudem teurer als andere Klarsichtfolien. Polypropylen ist nicht ganz so zäh, stabil und undurchlässig wie Polyester, aber auch sehr transparent und fest. PP ist in reiner Form sehr gut für Hüllen geeignet und bildet einen hervorragenden Kompromiss, wenn das Budget nicht für Polyester ausreicht. Außerdem sind hiervon auch besonders dicke Ausführungen erhältlich. Polyethylen ist der weichste und flexibelste der drei Kunststoffe. Er ist weniger klar und stabil und wird vor allem für einfache Tüten und Taschen eingesetzt. PE ist am preisgünstigsten, was es in erster Linie für die archivsichere Verpackung großer Bestände prädestiniert.
Doch nicht nur das Material, auch die Form entscheidet über die richtige Anwendung. Unsere Pergaminhüllen aus Zellulose sind wie die Kunststoffhüllen nach ISO 18916 PAT-zertifiziert und damit für die eingelegten Orginale unschädlich und alterungsbeständig, jedoch hat es bei Wasserschäden den Nachteil des Verklebens mit der Film-/Fotoschicht. Immer da, wo Kunststoff-Ablageblätter – obwohl P.A.T.-zertifiziert – aufgrund klimatischer Bedingungen nicht für eine Archivierung von Negativen in Frage kommen, sind Papier-Ablageblätter die beste Wahl. Opakes Papier hat in manchen Fällen einen Nachteil, weil es undurchsichtig ist. Es besitzt aber gegenüber Kunststoffen den eindeutig besseren klimatischen Puffer, der z. B. Feuchtigkeitsschwankungen ausgleichen kann und auch noch für eventuell ausdünstende Restchemikalien der aufbewahrten Filme durchlässig ist. Muss nicht ständig auf die Negative zugegriffen werden und/oder hat man Kontaktabzüge als Referenz zu den eingelegten Originalen, dürfte die sicherste Wahl des geeigneten Archivmaterials hochreines, lignin- und säurefreies, P.A.T.-zertifiziertes und alkalisch nicht gepuffertes Alphazellulosepapier sein, wie wir es speziell für unsere Papier-Ablageblätter herstellen lassen. Sie haben die Qual der Wahl.

Nitratfilme  
Für die vor dem Zweiten Weltkrieg weit verbreiteten und danach bis in die späten Vierziger noch vereinzelt genutzten, leicht entflammbaren Nitratfilme raten wir von Kunststoffhüllen auf Grund der drohenden Selbstzersetzung des Materials ab. Alternativ empfehlen wir unsere Papierhüllen. Bei schmaleren Budgets auch Pergaminhüllen, die allerdings auch eine größere – in diesem Fall schädliche – Barrierewirkung als Papier aufweisen. Auf jeden Fall sollten Nitratfilme von den übrigen Filmbeständen getrennt gelagert werden. Sehr hilfreich sind hier auch die Kodak-Molekularsiebe (Nr. 2194). Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter unter: info@monochrom.com.

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